GegenStandpunkt + Diskussion NRW

Marxistische Erklärungen von dem, was in der Welt von Staat und Kapital abläuft, sind zwar out – wir bieten sie trotzdem. In den aktuellen Fortschritten der Klassengesellschaft, der Demokratie und der gewaltträchtigen Konkurrenz der Staaten entdecken wir ein ums andere Mal das, was dieser Gesellschaft als Prinzip zu Grunde liegt: den im Eigentum begründeten Gegensatz von Kapital und Arbeit und seine Gewalt erfordernde Betreuung durch den Staat.

Download der Zeitschrift GegenStandpunkt & Diskussion NRW WS 2006/07, Nr. 1 [als PDF-Datei].


2 Antworten auf “GegenStandpunkt + Diskussion NRW”


  1. 1 Sascha J 25. November 2006 um 16:23 Uhr

    Wie kann es sein das ihr sagt das Marxismus out ist? Marximus wird gerade heute immer aktueller da sich der Kapitalismus sich offentsichtlich zu jenen Arbeitsunwirklichen Bedingungen entwickelt wie im Kapital aber ebenso im K. Manifest beschrieben. Und Marxismus ebenso von politischen oder medien bedingten Umständen abhängig zu machen ist ebenso unsinnig da dieser zu jeder Zeit im Reportua eines gesellschaftlich interessierten Menschen zu finden ist.

    Grüße!
    sonst macht weiter so!

  2. 2 Richard 30. November 2006 um 14:22 Uhr

    Sascha, so weit ich das verstanden habe, heißt „out“ einfach nur, dass die Erklärungen von Marx als überholt gelten. Die leider beliebte Frage nach der „zeitgemäßheit“ ist hier aber sowieso an der falschen Stelle, weil Theorien kein Verfallsdatum haben. Den Streit über die Aktualität einer Theorie kann man also ruhig ignorieren.

    Höchstens könnte sich der Gegenstand ändern oder verschwinden – aber wie Du schon sagtest, sind die von Marx analysierten Phänomene immer noch da. (Ob deswegen die Analyse immer noch zutrifft, steht allerdings auf einem anderen Blatt.) Dass die Theorie von Marx in diesem Sinne „unaktuell“ wird, darauf arbeiten Marxisten im übrigen hin:-)

    p.s. Dass jeder gesellschaftlich interessierte Mensch Marxismus auf Lager hätte, würde ich bezweifeln. Diese Leutchen z.B. höchstwahrscheinlich nicht.

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